GESCHICHTE

Über 85 Jahre Handballbewegung in Schömberg

Bereits elf Jahre nachdem der Frauenturnwart M. Heiser die Grundregeln des heutigen Handballspiels entwickelte, wurde in Schömberg ein Handballverein gegründet. Nur ein Jahr später, im Jahre 1929, erfolgte die offizielle Eingliederung des Handballvereins in den damaligen Turnverein Schömberg.
Dann ging es Schlag auf Schlag. Innerhalb von nur 5 Jahren entwickelte sich Schömberg zur Handball-Hochburg:
– 1930 gelang der Aufstieg in die Kreisklasse 1 Schwarzwald,
– 1931 Aufstieg in die Gauklasse B,
– 1932 Aufstieg in die Gauklasse A ohne Niederlage
und im Jahr 1933 errangen dann die Schömberger Handballer auch die A-Gaumeisterschaft und besetzten damit einen festen Platz in der „Meisterklasse“, der höchsten Spielklasse der damaligen Zeit.

Schömbergs „Negermannschaft“ 1933 nach dem Spiel am Fasnetssonntag.

Es spielten: Pius Schmidberger, Hermann Eha, Bruno Besenfelder, Ludwig Eha, Karl und Johann Riedlinger, Norbert Staiger, Karl Nachtrieb, Otto Faulhaber, Walter Nachtrieb und ein anonymer „Neger“.

Während des zweiten Weltkriegs ruhte der aktive Spielbetrieb und es wurden lediglich Jugendspiele ausgetragen. August Grözinger und Hermann Bertsch waren es dann, welche bereits im Jahre 1945 den aktiven Spielbetrieb wieder organisierten, jedoch nur in „wilder Regie“, da jeglicher Sport von der französischen Militärregierung genehmigt werden mußte. Erst 1947 ordnete dann dieselbige die erneute Gründungsversammlung an, welche von Hermann Weber, Josef Faulhaber und Hermann Bertsch initiiert wurde. Von da an wurde dann im Kreis wieder um Punkte gekämpft und an Großfeldturnieren teilgenommen. Im selben Jahr stieg man sofort von der Kreisklasse B in die Kreisliga A auf und schon zwei Jahre später schaffte man mit dem entscheidenden Sieg gegen Großengstingen den Aufstieg in die Bezirksklasse.

Schömbergs Aktive nach dem Krieg

Karl Kiener, Erich Lander, August Lander, Alois Wuhrer, Hugo Hetzel, Franz-Xaver Bross, Emil Riedlinger, Alfons Klarer, Franz Riedlinger, Hermann Bertsch, Albert Schmidberger.

Kurios die Situation in den Jahren 1952 bis 1956, in welchen nur noch Paul Riedlinger als Schiedsrichter aktiv war. Erst 1956 wurde der Großfeldspielbetrieb wieder aufgenommen, als einige Schömberger von höheren Schulen aus der Ferne zurückkamen.

1960Schömbergs 1. Mannschaft, Ende der 50er Jahre: Anton Obert, Max Geiger, Heinz Hehl, Klaus Hehl, Berthold Schuss, Karl Schmidberger, Erich Wuhrer, Heiner Burkhardt, Hans Riedlinger, August Grözinger und Emil Gietzelt.

In den 60er Jahren bestand die Abteilung nur aus einer AH-Mannschaft, welche sich aber durch eine tolle Kameradschaft auszeichnete. Der entscheidende Neubeginn gelang erst wieder im Jahre 1971 mit der Gründung einer B-Jugend. Dies war auch die Zeit, in welcher das Interesse am Kleinfeldhandball stieg und, durch den Bau von größeren Sporthallen, der Hallenhandball sich durchsetzte.

19701974 vor dem Großfeldspiel gegen Dormettingen: Siegfried Janizewski, Roland Deschler, Werner Nädele, Rudi Hinz, Rolf Schmidberger, Sigi Eha, Herbert Deschler, Otto Lander, Hans Dieter, Georg Manz, Caroly Nady, Paul Riedlinger, Rudolf Schmidberger, Gerd Röhr.

Beim 50jährigen Jubiläum konnte die TGS dann schon auf zwei aktive Männermannschaften, eine weibliche A-Jugend, sowie auf eine männliche A- und B-Jugend blicken. Später kam sogar noch eine Frauenmannschaft hinzu.

Im Jahr 1980 gelang der ersten Mannschaft mit dem Aufstieg in die Hallenliga 2 ein beachtenswerter Erfolg. Stolz waren die Schömberger auch auf ihre A-Jugend (1985), C-Jugend (1996) und D-Jugend (1997), welche jeweils in der Leistungsstaffel 2 die Meisterschaft errangen.

1980x

Erste Mannschaft 79/80 – Aufstieg in die Kreisliga 1 (heute Bezirksliga) August Teichmann, Otto Lander, Hartmut Lander, Gerold Vogel, Siegfried Bertsch, Roland Deschler, Edgar Bertsch, Rudolf Schmidberger, Rolf Schmidberger, Frank Schnell, Elmar Riedlinger.

Die größten Erfolge wurden für die TGS mit der Verpflichtung von Trainerfuchs Otto Haigis eingeläutet. 1991 führte er die Schömberger zur Vizemeisterschaft der Liga 1, was gleichzeitig den Aufstieg in die Bezirksklasse bedeutete. Mit dem Motto „so lange gegen den Abstieg spielen, bis man Meister ist“gelang zwar im Folgejahr nur die Vizemeisterschaft, dafür stand man ein Jahrspäter bereits vier Spieltage vor Rundenende als Bezirksmeister und Aufsteiger in die Landesliga fest, in welcher man sich drei Jahre halten konnte.

70_jah2

Schömbergs Landesligamannschaft 1993: Abteilungsleiter Deschler, Alexander Bitzer, Bernd Weinmann, Helge Marti, Alexander Keller, Matthias Peter, Trainer Otto Haigis, Wolfgang Glinschert, Holger Kiene, Udo Hermle, Jürgen Keller, Andy Lebherz und Frank Wenger.

2008
Die Frauen-Mannschaft nach dem erstmaligen Aufstieg in die Bezirksliga 2008/09: Birgit Ege, Michaela Dannecker, Trainer Otto Haigis, Isa Wittmann, Elena Schaller, Aline Dreher, Vanessa Vogel, Tatjana Geiger, Mareike Wagner, Alina Glinschert, Verena Schwedt, Betreuer Martin Götz, Hanna Spindler, Melissa Peter, Gloria Schmidberger, Tanja Götz.

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Die Männer-Mannschaft im Aufstiegsjahr 2009/10: Alexander Unger, Manuel Ostermaier, Johannes Weber, Jens Kaldeich, Julian Lehmann, Philipp Schwenk, Fabian Deschler, Simon Ribas, Bastian Zanker, Frank Eha, Spielertrainer Vladko Kotuljac, Daniel Leukhardt, Florian Netzer, Mathias Eha, Matthias Peter.

meister2012

Aufstieg in die Bezirksliga 2011/12: Peter Lösch, Simon Lehmann, Julian Lehmann, Philipp Schwenk, Frank Eha, Johannes Weber, Manuel Ostermaier, Jens Kaldeich, Bastian Zanker, Vladko Kotuljac, Steffen Kirschbaum, Daniel Leukhardt, Stefan Kiene, Fabian Deschler, Kai Kraft, Thomas Geiger, Simon Bohnert, Simon Ribas, Alexander Unger, Florian Netzer, Stefan Sauter.

Wiedereraufstieg in die Bezirksliga 2013/14

Hinten: Trainerin Zeljka Rajak, Alexander Unger, Julian Lehmann, Simon Lehmann, Lukas Lösch, Manuel Ostermaier, Stefan Kiene.
Mitte: Thomas Geiger, Stefan Sauter, Christian Kühn, Frank Eha, Simon Bohnert, Christian Müller, Julian Kiener.
Vorne: Bastian Zanker, Simon Ribas, Florian Netzer, Mario Geiger, Steffen Kirschbaum, Philipp Schwenk, Tom Keller.

Die Frauen-Mannschaft nach dem erstmaligen Aufstieg in die Landesliga 2013/14

Hinten: Trainerin Olena Reznier, Sandra Ratz, Ina Haigis, Sabrina Bodmer, Tatjana Geiger, Judith Geiger, Andrea Kreller, Caroline Gaiser, Agnetha Bellmann, Martin Götz.
Vorne: Michaela Dannecker, Julia Hauser, Gloria Schmidberger, Aline Dreher, Filloreta Elezi, Maike Glinschert.

Wiederaufstieg der Frauenmannschaft in die Landesliga 2017/18

Hinten: Hans-Otto Fauler, Julia Kiener, Maike Beck, Jessica Bitzer, Silja Kläger, Marion Wuhrer, Laura Keller, Stefanie Schütz, Julie Bitzer, Lea Hafenmayr.
Vorne: Filloreta Elezi, Maike Glinschert, Kerstin Lehmann, Alina Gehring, Theresa Schäfer, Jule Mayer.

Aufstiegsmannschaft Landesliga / Meister Bezirksliga 2019/2020

Hinten: Lukas Lösch, Tobias Kirschbaum, Julian Kiener, Stefan Kiene, Manuel Ostermaier, Tom Keller.
Mitte: Simon Bohnert, Dominik Ott, Julian Lehmann, Nico de Bellis, Trainer Dirk Salmen.
Vorne: Marco Besenfelder, Mike Bolanz, Mario Geiger, Steffen Kirschbaum, Jonas Rottler, Christian Kühn.

Nach einer verkürzten, aber trotzdem überragenden Saison mit 16 Spielen und nur einer Niederlage stieg die erste Mannschaft als Meister der Bezirksliga Neckar-Zollern in die Landesliga auf und schrieb damit ein Stück Schömberger Handballgeschichte. Dies gelang den Schömbergern zuletzt im Jahr 1993 mit dem damaligen Trainerfuchs Otto Haigis.

Aufstiegsmannschaft Verbandsliga / Meister Landesliga 2023/24

Die Handballer der TG Schömberg haben in der Saison 2023/24 Historisches geleistet: Mit einer perfekten Bilanz von 36:0 Punkten sicherte sich das Team den Meistertitel in der Landesliga und stieg damit hochverdient in die Verbandsliga auf.

Unter der Leitung von Trainer René Wismar zeigte die Mannschaft über die gesamte Saison hinweg beeindruckende Konstanz, Teamgeist und Spielstärke. In allen 18 Saisonspielen behielt Schömberg die Oberhand – eine makellose Serie, die in der Landesliga selten ist.

Die Stärke des Teams lag in einer stabilen Abwehr, hohem Tempo im Umschaltspiel und einer eingespielten Achse, die kaum durch Verletzungen geschwächt wurde. Besonders in der heimischen Halle entwickelte sich Schömberg zu einer echten Festung.

Mit dem Aufstieg in die Verbandsliga belohnt sich die Mannschaft nicht nur sportlich, sondern auch für den langfristigen Aufbau im Verein. Die Vorfreude auf die neue Herausforderung war bereits unmittelbar nach dem letzten Saisonspiel spürbar – und auch die Fans feierten ausgelassen den verdienten Sprung in die nächsthöhere Liga.